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THE NEXT BIG THING
By Caroline Gilby / Decanter march issue

„Vergessen Sie das alte Image von Bulgarien – als Land von billigen und schlechten Weinen und schauen Sie auf die neue Generation von Meistern der Weine, die sich seit 1990 bis jetzt schnell entwickelt hat und auf den Terroir und die hochqualifizierten Weinen im Herzen ihrer Philosophie setzt...“ so schreibt Caroline Gilby.

Als ich Bulgarien zum ersten Mal am Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts besucht habe, hat das Land in Agonie mit dem sterbenden Kommunismus gekämpft. Die nach einem russischen Model gebauten Weinkeltereien aus Beton mit den alten gerösteten Reservoirs haben keine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Erst nach zwölf Jahren habe ich mich getraut, Bulgarien erneut zu besuchen und habe das Land komplett verändert vorgefunden. Heutzutage ist Bulgarien der bekannteste Urlaubsort und während die Sonne, der Strand und die verschneiten Bergspitzen die Staatskasse füllen, sollte Bulgarien diese internationalen Interessen ausnutzen und erneut ihren Platz im internationalen Weinmarkt einnehmen.

In der näheren Vergangenheit war Bulgarien unser Lieblingslieferant für Rotwein - auch nach Mitte der 90er Jahre, als die Weinproduktion den Höhepunkt erreichte und der Verkauf nach Westen zu sinken begann. Während des Kommunismus war Bulgarien ein Hauptweinproduzent und die Rebengeländer waren riesige landwirtschaftliche Komplexe, deren Trauben in den Landeskraftwerken transportiert wurden. Man muss sagen, dass ausgerechnet diese makellose Weinanpflanzung unter Mitwirkung kompetenter Winzer zu Bedingungen für einen wertvollen Export zu dem europäischen Markt beigetragen hat. Viel schwieriger waren für Bulgarien die Jahre nach dem Kommunismus, wie Steven Spurrier behauptet: „...während Bulgarien eine Hauptposition auf dem Markt für die billigen Weine in Großbritannien in den 80er Jahren hatte, hat sie die in Folge der nachlässigen Weinerzeugung mit einer veralteten Technik genau in der Zeit des Wettbewerbs mit der Neuen Welt vollkommen verloren.
Es ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen bis die Kraftwerke für Wein privatisiert wurden und noch mehr Zeit bis das Land an seine ursprünglichen Besitzer vor 1947 zurückgegeben wurde. Inzwischen wurde die Weinanpflanzung vernachlässigt mit der Folge, dass sie in Teile zerstückelt wurde und so an ihre Besitzer zurückgegeben wurde – Leute ohne jegliches Interesse für das Land und ohne Weinbaukenntnisse. Aber in den letzten Jahren hat man eine große Veränderung gemerkt, man spürt den ansteckenden Enthusiasmus für neue Wellen von hochqualifizierten Weinen, die Winzer wissen wie wichtig es ist, sich um die Qualität von den produzierten Trauben zu kümmern.
Spurrier betont:“ Die Hersteller lernen aus ihren Fehlern in der Vergangenheit und von den neuen Figuren in dem Fachgebiet, welche die Bedürfnisse der Gesellschaft kennen und wissen, wie man sie befriedigt. Die primitiven, nur instinktiv gepflegten bulgarischen Rebengeländer können alles andere anbieten.“

Die internationalen Investitionen haben das Geld für den Erwerb der kleinen Rebengeländer bereitgestellt. Genauso wichtig ist auch die Beteiligung der Europäischen Union über das Programm SAPARD bei der Finanzierung bevor das Land der Union beigetreten ist. Wie ein Hersteller sich geäußert hatte, dass SAPARD wie eine Art BOGOF für die Rebengeländer (man kauft eins und das zweite bekommt man umsonst) sei, da SAPARD 51 % der genehmigten Projekte wieder herstellt. Das Geld von der Europäischen Union ist ein wichtiger Faktor in dem Wettbewerb zum Investieren, hauptsächlich weil das nur möglich ist bis das Land in die EU eingetreten ist. Im Jahr 2004 wurden 60 Millionen Euro zum Erneuern von Weinkeltereien investiert und noch 30 Euro für Rebengeländer.

Der Franzose Marc Dworkin aus Bordeaux ist die Hauptfigur in dem Projekt Bessa Valley aus der Region Pasardshik in der Nähe von Plovdiv. Dieses Projekt wird von Stephan von Neipperg von Chateau Canon la Gafelier und seinem deutschen Partner Karl Hauptmann kreditiert.
Dworkin teilt mit: „ Ich hatte einen Traum gehabt und zwei Freunde von mir haben ihn verwirklicht. Bulgarien ist das neue Eldorado für die Weinherstellung. Bessa Valley ist ein spanisches Beispiel für Terroir – 105 Hektar Rebengelände sind auf Parzellen fruchtbarer Erde angepflanzt, welche in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts vernachlässigt und vergessen wurden. Dort werden hauptsächlich Merlot, aber auch Cabernet, Syrah und Petit Verdot und örtliche Sorten wie Mavrut und Rubin angebaut. Der hergestellte Wein trägt den Namen Enira und glänzt mit einem wunderbaren Geschmack und einer raffinierten Balance. Seine erste Vorstellung auf dem Markt war die Ernte von 2004.

Herr Dworkin spielt beim Erscheinen des ersten raffinierten bulgarischen Weines eine schlüssige Rolle, bekannt als Redark aus Damianitza. Der versteckte Gedanke hier erinnert an tete de cuvee. Es wurde das Beste von der hergestellten Ernte selektiert und es ist eine Mischung zwischen Cabernet und Merlot. Damianitza liegt in dem Tal des Flusses Struma in Südwestbulgarien, „..das Klima dort erinnert an das von Sizilien und Spanien...“ teilt der Besitzer Filip Harmandjiev mit. Der Schwerpunkt der Herstellung der Marke Unikato seiner Weinkelterei sind die örtlichen Sorten wie zum Beispiel die Sorte Rubin, die eine Kreuzung zwischen Nebiolo und Syrah ist. Außerdem wird dort ein ausgezeichneter Rotwein und Rose aus Melnik gemacht und wird in Tempranilo angebaut.

Das Konzept für Terroir Weine ist relativ neu für Bulgarien, aber wurde herzlich von Val Mrakov, Hersteller von Roboten in Kalifornien und Besitzer von Chateau de Val, angenommen :“..da ich ausreichend mit Stahl in meinem Leben umgeben bin, möchte ich, dass mein Wein so natürlich wie möglich ist..“ Sein Chateau befindet sich in dem Tal Gradetz, in der Nähe von Vidin und die dort hergestellten Weine Claret und Cuvee White sind Blend aus den länger als ein Jahrhundert angebauten Sorten Trauben in den Rebengeländern der Familie. Er verrät nicht die Sorten, aber es besteht kein Zweifel an dem Vorhandensein von Sapareva Pamid, Cabernet und Merlot in den Rotweinen, den besten, die sich auf dem Markt bestätigt haben

Das Konzept für Terroir Weine ist relativ neu für Bulgarien, aber wurde herzlich von Val Mrakov, Hersteller von Roboten in Kalifornien und Besitzer von Chateau de Val, angenommen :“..da ich ausreichend mit Stahl in meinem Leben umgeben bin, möchte ich, dass mein Wein so natürlich wie möglich ist..“ Sein Chateau befindet sich in dem Tal Gradetz, in der Nähe von Vidin und die dort hergestellten Weine Claret und Cuvee White sind Blend aus den länger als ein Jahrhundert angebauten Sorten Trauben in den Rebengeländern der Familie. Er verrät nicht die Sorten, aber es besteht kein Zweifel an dem Vorhandensein von Sapareva Pamid, Cabernet und Merlot in den Rotweinen, den besten, die sich auf dem Markt bestätigt haben.
Die meisten Weinkeltereien beginnen mit dem Erwerb von Land und dessen Anbau, aber für den Beginn der Weinherstellung sind ein paar Jahren notwendig. Stork Nest Estates ist im Moment eine der wenigen großen Weinkeltereien, welche die Kapazität hat, die Bedürfnisse auf dem Markt mit ihrem 428 Hektar Rebengelände zu befriedigen.
Der Australier Lui Gerardelo ( Leiter der Abteilung der internationalen Investitionen der Deutschen Bank) hat ein Team privater Investitoren für den Erwerb der damaligen Weinkelterei in Svishtov zusammengestellt, „..zeigen wir zu was wir fähig sind..“, mit der Beteiligung von australischen Beratern kommt Black Stork – das beste von denen bis jetzt, Blend zwischen Merlot und Cabernet. Andere große Projekte, vorgestellt von starken Firmen, anschließen Domein Katherina ( von der Firma Belvedere) – Grundbesitz von 225 Hektar und auch den Keller Elenovo, von dem Domein Boliar. Die Villa Liubimez ist auch ein neues Projekt, befindet sich auf 240 Hektar in Liubimetz und wird von einem Anwalt geführt, der seine neue Beschäftigung als viel spannender bezeichnet.

Einige der führenden Weinhersteller orientieren sich taktisch an den vergessenen und niedrig produzierenden Rebengeländern, um sie mit qualitätsreichen Sorten zu erneuern.

Zwei bulgarische Weinhersteller, Adriana Srebrinova und Ogi Zwetanov, teilen ihr Motto mit: „ Das beste von den besten Sorten angebaut in den besten Regionen“. Ihre Maxxima Private Reserve 2001 glänzt mit hoher Dichte und selten gesehenen Konzentrationen von Sensum, zeigt mehr Eleganz und eine echte Finesse.

ЗSanta Sarah ist wie eine Art garage wine, die Weinanpflanzungen befinden sich in der Nähe von Stara Zagora, und der Besitzer Ivo Genovski importiert Wein nach Deutschland und ist direkt von seinem Freund Ernie Lusen) beeinflusst. Der Prozess der Weinherstellung findet in kleinen Fermentationen aus Holz statt und der Wein selber wird „handgemacht“. Obwohl Genovski 40 Hektar Land am Schwarzen Meer gekauft hat, arbeitet er im Moment mit privaten Herstellern. Sein Privat Cabernet ist groß und dicht, Вin 41 Merlot ist glänzend und der junge Mavrut ist bewundernswert. In England ist es immer noch schwer, die Menschen zu überzeugen bulgarischen Wein zu kaufen, obwohl Vili Galabova (Geschäftsführer von Vinimpeks) sagt, dass es fabelhaft zu sehen ist, wie junge Weinkeltereien ihre Reputation aufbauen. Damit man das neue Bulgarien spüren kann, sollten unsere Leser diese Weine aufsuchen, es lohnt sich. Im Endeffekt ist das die neue Perspektive für unsere alten Lieblingsweine.

Caroline Gil by MW is an expert on the wines of Eastern Europe

DIE BESTEN BULGARISCHEN WEINE:

1. Enira, Reserve 2004*****
2. Chateau de Val, Claret 2003****
3. Damianitza, Redark 2003****
4. Maxxima, Privat Reserve 2001****
5. Maxxima Sensum 2003****
6. Santa Sarah, Mavrud****
7. Daniamitza, Uniqato Rubin 2003***
8. Domain Boyar, Solitaire Merlot ***
9. Stork Nest Estates, Black Stork 2003***
10. Santa Sarah, Cabernet Sauvignon Privat 2002***


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